ca. 19.00 Uhr – Schülerprojekt „kon STELLA tion“
Minimalistische Musik, maximalistische Grafik, zeitlose Objekte & Skulpturen
kon STELLA tion
Unter Leitung von Dr. Philipp Schäffler bringen die Schüler ein wegweisendes Werk der Minimal Music von Terry Riley zu Gehör. Damit knüpfen sie an Stellas Prinzipien der Reduktion und der seriellen Wiederholung an, die er in seinen minimalistischen Black Paintings anwendete und mit denen ihm 1960 der künstlerische Durchbruch in den USA gelang.
Wenige Jahre später verließ Stella den Minimalismus und entwickelte seinen Formenkanon weiter. Er sprengte die Grenzen des Bildformats, bezog ganze Wände ein und schuf riesige Formate, die eine visuell-körperliche Erfahrung ermöglichten. Hier setzt die Schülergruppe unter Leitung der Bauhausstudentin Josefine Rieger an und integriert Elemente aus Stellas Skulpturenpark in großformatige Grafiken.
In den 1970er-Jahren begann Stella, die Leinwand durch Aluminium zu ersetzen. Damit löste er seine Bilder endgültig von der Wand und eroberte den Raum. Es entstanden dreidimensionale Objekte. Durch die Kombination mit Fundstücken und Resten erweiterte sich seine Formensprache enorm – seine Kunst wurde nun als Maximalismus bezeichnet.
Diese Idee greifen die Objekte auf, die eine Schülergruppe unter Anleitung des Klangkünstlers Tim Helbig aus Schrottteilen gestaltet hat. Im Viertelstundentakt wird die Installation zum Leben erweckt und verweist auf das Verrinnen der Zeit.
Mit der Zeitlosigkeit von Kunstwerken setzen sich Schülerinnen und Schüler unter der Leitung der Kunsterzieherin Heidrun Schrade auseinander. Großformatige Papierskulpturen spannen eine Brücke zwischen den antiken Abgüssen im Foyer und den modernen Skulpturen Stellas auf dem Campus.
Außerdem entstehen ein Comic zu Frank Stella und seiner Hudson River Valley Serie sowie eine Infografik, die Stellas Entwicklung vom Minimalismus zum Maximalismus veranschaulicht. In dieser kon STELLA tion ergeben sich neue Blickwinkel auf Frank Stellas Wirken in Jena.