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Der Skulpturenpark auf dem Ernst-Abbe-Platz

Hudson River Valley Series

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Die „Hudson River Valley Series“ symbolisiert den Transformationsprozess von Altem zu Neuen. Der Name dieser Serie stammt vom Flusstal des Hudson, welches in der Industrialisierung der USA eine wichtige Rolle spielte. Auch der Ernst-Abbe-Platz, das ehemalige Zeiss-Hauptwerk, im Stadtzentrum von Jena ist von Transformationsprozessen geprägt – von einer rein industriellen Nutzung zu einem heute öffentlichen Platz in Jena als ein Campus der Friedrich-Schiller-Universität sowie Dienstleistungszentrum mit Ärztehaus und Einkaufszentrum.
Umgangssprachlich werden die Skulpturen oft als „Schrott“ verschmäht, doch es lohnt sich, einen genauen Blick auf die Werke zu werfen: Frank Stella hat sich für diese Kunstwerke von vorgefundenen Formen inspirieren lassen, sie gegossen und montiert sowie mit Legierungen versehen. Durch ergänzende Gestänge, perforierte Metallfolien und Stahlbandknäuel werden die Zwischenräume der Metallkörper ausgefüllt und somit Einblicke in Innenräume mit sperrigen Binnenformen geschaffen. Es wurde somit bereits vorhandenes Material in neue Skulpturen eingearbeitet. Die Gestaltqualität bleibt in ihrer spezifischen Form der Anordnung trotz der Rückführbarkeit von einzelnen skulpturalen Elementen auf alltägliche Gegenstände unbestimmt.

Die Serie steht laut Lothar Späth für den Mythos einer urbanen und modernen Stadt, welche sich in einem ständigen Wandel befindet.

Inspiriert vom Flusstal des Hudson Rivers

Das Erlebnis, diesen Skulpturen zu begegnen, wird oft als zum Nachdenken anregend beschrieben, wobei ihre kolossale Größe und experimentelle Natur zu einer genaueren Betrachtung einladen. Die Skulpturen, wie „Newburgh“, „Garrison“, „Peekskill“ und „Bear Mountain“, spiegeln Stellas Auseinandersetzung mit der Welt um die Jahrtausendwende und die dramatischen Veränderungen in Jena wider.
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Die Aufstellung der Skulpturen

Aufstellung "Hudson River Valley Series" 1996

Aufstellung der Skulpturen 1996

Am 17.10.1996 werden auf dem Ernst-Abbe-Platz in Jena Metallskulpturen des US-amerikanischen Künstlers Frank Stella aufgestellt. Eine der Plastiken schenkte der Künstler der Universität Jena, drei gingen in den Besitz der JENOPTIK AG über. Eine fünfte Skulptur ging 2011 nach Ablauf der Leihfrist in den Besitz des Künstlers zurück.

Dank der Unterstützung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der JENOPTIK AG haben nicht nur Stellas Skulpturen der Hudson River Valley-Serie im Herzen Jenas ihren Platz gefunden und bilden heute eine der größten Stella-Skulpturenensembles weltweit.

Stellas Skulpturen greifen die Abriss-Geschichte des Ortes auf

Frank Stella bezeichnete seine Skulpturen, die 1995 in New York entstanden, selbst als „Ausdrucksformen, sich am Ende des Jahrtausends mit der Welt auseinanderzusetzen“.
Den Ernst-Abbe-Platz in Jena wählte der Künstler wegen der Transformationen, von denen dieser erzählt: Hier stand das Carl Zeiss-Hauptwerk, das die Industrialisierung mitgestaltete.
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